Erhöhung der Durchlässigkeit in bestehenden technischen Bachelor-Studiengängen (MINT)

Bachelor-Studiengänge für beruflich qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber

Die Hochschule Bremerhaven will dazu beitragen, den Hochschulzugang von beruflich qualifizierten BewerberInnen im Bereich des Ingenieursstudiums zu erhöhen. Zur Angleichung der unterschiedlichen Erfahrungs- und Wissenshintergründe werden flankierende Maßnahmen für den Studienbeginn entwickelt. Einerseits liegen stellenweise fachliche Defizite in den Grundlagenbereichen vor, andererseits jedoch verfügen diese Personen bereits über wertvolle berufliche Anwendungserfahrungen im Bereich der fachspezifischen Inhalte höherer Semester. Diese sind jedoch typischerweise so aufgebaut, dass sie auf die Grundlagen der ersten Semester zurückgreifen. Hierzu wird im Rahmen dieses Projektes ein gesondertes Modul in Form einer Lehrveranstaltung (Mathematik/Technische Mechanik) entwickelt und erprobt.

Projektziele

Die Hochschule Bremerhaven will dazu beitragen, den Hochschulzugang von beruflich qualifizierten BewerberInnen zu erleichtern und die Anzahl von AbsolventInnen mit Hochschulbildung zu erhöhen bzw. insgesamt gesehen Bildungschancen signifikant zu verbessern.

Nach BremHG besteht das Ziel des Studiums darin, Studierenden eine in einem beruflichen Tätigkeitsfeld anwendbare wissenschaftliche oder künstlerische Qualifikation zu vermitteln. Sie sollen lernen, problemorientiert, fächerübergreifend und unter Einbezug gesellschaftswissenschaftlicher Fragestellungen zu arbeiten.

Diese Forderung kann aus Sicht der Hochschule Bremerhaven auch mit beruflich qualifizierten Personen ohne klassische Hochschulzugangsberechtigung erreicht werden. Allerdings stellen die eher theoretisch geprägten Grundvorlesungen in Mathematik und Technischer Mechanik für viele StudienanfängerInnen eine erste Hürde auf ihrem Studienweg dar.

StudienbewerberInnen mit beruflichen Vorerfahrungen kann die Aufnahme und auch die erfolgreiche Durchführung eines Studiums drastisch erschwert werden, da bei ihnen oftmals zusätzlich differenzierte persönliche Lebensumstände vorliegen (z. B. Teilzeitbeschäftigungen und familiäre Verpflichtungen), was möglicherweise negative Auswirkungen auf die finanzielle Situation sowie auf die Zeitplanung haben kann. Das berufliche Erfahrungswissen bereichert wiederum die fachliche Diskussion innerhalb einzelner Lehrveranstaltungen, wovon auch traditionell Studierende profitieren können. Die Verbindung von Theorie und Praxis und damit auch die Vorbereitung auf die beruflichen Tätigkeitsfelder werden dadurch positiv unterstützt.

Zur Angleichung der unterschiedlichen Erfahrungs- und Wissenshintergründe werden deshalb flankierende Maßnahmen für nicht-traditionell Studierende entwickelt. Mögliche fachliche Defizite in den Grundlagenbereichen sollen durch dieses Projekt frühzeitig aufgefangen und ausgeglichen werden.

Hierfür werden die Module der Grundlagenfächer didaktisch überarbeitet und angepasst.

Zielgruppen

  • nicht traditionell Studierende (Studierende ohne klassische Hochschulzugangsberechtigung), z. B. HandwerkerInnen und FacharbeiterInnen in technischen Berufen

 

Verantwortliche Hochschulen und Partner

  • Hochschule Bremerhaven, Fachbereich 1

Kontakt

Sabine Seemann M. A. (Wiss. Mitarbeiterin)

Hochschule Bremerhaven
Servicestelle Lernen & Lehren (SLL)
An der Karlstadt 8
27568 Bremerhaven

Telefon: (0471) 4823-507
eMail: sseemann@hs-bremerhaven.de

Homepage

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